Montag, 21. Mai 2018

Milliarden - Berlin

Bild: www.universal-music.de
(sb) Den Status des Geheimtipps haben Milliarden längst abgelegt, denn zu präsent waren Ben Hartmann und Johannes Aue in den letzten Jahren - sei es als Support der legendären Ton Steine Scherben, auf diversen Festivals (ja, auch auf den ganz großen!) oder auch im TV. Dennoch ist es nicht gerade so, dass die Berliner nun im Radio hoch und runter gespielt wird und das wird hoffentlich auch so bleiben, auch wenn die Band mit ihrem zweiten Album Berlin (VÖ: 01.06.2018 auf Universal) ein Werk raushaut, das abseits des Mainstream geradezu nach Aufmerksamkeit schreit und streckenweise zu begeistern weiß.

Man kann das Album durchaus als Liebeserklärung an Berlin verstehen - allerdings mit sehr viel Wehmut, denn Berlin befindet sich im Umbruch, die Verlierer des Lebens werden immer weiter in die Ecke der Gesellschaft gedrängt, Investoren betreten zunehmend die Bildfläche und reißen alles an sich. Schwierige Zeiten, die die beiden Musiker äußert gelungen in Worte und Melodien verpacken, ohne dabei zynisch oder verbittert zu wirken.

Ja, eine gewisse Wut ist mitunter rauszuhören, aber letztendlich sind es die Schicksale des Einzelnen, von denen Milliarden erzählen. Mal punkig (Rosemarie, Die Toten vom Rosenthaler Platz), mal ruhig (Gänsehautgarantie bei Ultraschall und Ich vermiss Dich!), aber immer authentisch und in einer Sprache, die durchaus gewählt rüberkommt und mit wunderbaren Metaphern glänzt, die aber gar nicht erst versucht, sich auf ein Podest zu hieven. Sehr angenehm und sympathisch.

Bild: www.berliner-zeitung.de
Letztendlich gefallen mir persönlich nur zwei Tracks nicht sonderlich (JaJaJa und Milliarden Milliarden), der Rest reißt mich aber auch nach mehrmaligen Anhören mit, sei es durch textliche Inhalte, ihre Intensität oder auch die Art und Weise, wie die beiden Musiker ihr Anliegen präsentieren. Leider hatte ich bislang nicht das Vergnügen, Milliarden live erleben zu dürfen, aber das kann sich ja ändern, denn Hartmann und Aue werden mit Berlin im Gepäck auf Tour gehen. Hier die Termine, die bislang fix sind:

31.05. Augsburg, Modular Festival
02.06. Nürburgring, Rock am Ring
03.06. Nürnberg, Rock im Park
09.06. Rottershausen, Ab geht die Lutzi
16.06. Gorden, Summer and Beats Open Air
29./30.06. Chemnitz, Kosmonaut Festival
13./14.07. Bersenbrück, Talge Open Air
21.07. Nordholz, Deichbrand Festival
28.07. Schrobenhausen, Noisehausen Festival
08.-12.08. Eschwege, Open Flair Festival
25.08. Magdeburg, Forest Jump Festival
26.09. Bremen, Schlachthof
27.09. Hamburg, Grünspan
28.09. Köln, Gebäude 9
29.09. Münster, Sputnikhalle
03.10. Frankfurt am Main, Batschkapp
04.10. Stuttgart, Wizemann
05.10. Zürich, Bogen F
06.10. Leipzig, Werk 2
11.10. München, Backstage Halle
12.10. Wien, Flex Café
13.10. Nürnberg, Nürnberg Pop Festival
18.10. Berlin, Astra
19.10. Dresden, Scheune
20.10. Magdeburg, Factory




Freitag, 18. Mai 2018

KW 20, 2018: Die luserlounge selektiert!

engagement-global.de
(ms) Diese Rubrik hat in ihrer Einleitung das Flair eines Newsletters ohne selber einer zu sein. Euch hier Geschichten aus dem Arbeits- oder Studierendenleben zu schildern ist langweilig. Das kennt oder kanntet ihr selbst oder werdet es halt noch kennenlernen. Da kommen zwischendurch ja Tage, an denen man leicht genervt, frustriert, angespannt und unkreativ ist. Dann nötigt man sich selbst noch dazu bei der Zusammenkunft zweier Hobbys - schreiben und Musik hören - wöchentlich das lesende Publikum zu unterhalten. Ich hätte nie gedacht, dass Entertainment im weitesten Sinne so eine irre Herausforderung ist. Für wissenswerte Anekdoten aus dem tiefen Musikbusiness sind wir da gar nicht genügend drin, um welche zu erzeugen. Politik und Wirtschaft sind hier nicht unser Metier und dass die AfD doof ist, wissen wir eh alle. Nun gut. Mit nichtssagenden Sätzen auf der Sinnsuche des Einleitungstextes kann man auch einen Einleitungstext schreiben. Aber nein, es ist kein Blindtext! Ab mit der Musik, sonst wird es schlimm hier, ganz schlimm...

Roo Panes
Ach, wie wunderbar dieses Lied anfängt. Diese schönen Hintergrundgeräusche, dann das Klavier, das sich anfangs gar nicht traut, er erklingen. Dann summt eine Stimme, sanft steigt die Gitarre an und dann wird weitergesummt. Gesang. Eine tolle, angenehm tiefe - nicht zu tiefe - Stimme. Unbemerkt stimmt der Bass ein, Hintergrundgesang, später Percussion. Das ist Singer/Songwriter-Folk, wie wir ihn mögen: melodisch und leicht geheimnisvoll. Das ist Roo Panes! Zwei Alben und drei EPs hat er schon veröffentlicht und nun kommt der nächste Streich. Der 29-Jährige Brite bringt am 20. Juli Quiet Man heraus. Der Vorbote My Sweet Refuge ist vielversprechend:



The Sigourney Weavers
Manchmal ist Gitarrenrockmusik genau das, was man braucht. Kompromisslos, energiegeladen, nach vorne treibend. Musik, zu der man gepflegt mindestens ein Bier trinken kann. Töne, die die schönen, warmen Sommertage, die uns jetzt gehäuft erreichen, bereichern. The Sigourney Weavers bringen Euch genau das. Ein toller Bass, eine feste Stimme, herrliche Gitarrenriffs. Demons ist der erste Vorgeschmack auf ihre neue EP Like Frequencies, die am 1. Juni bei Rookie Records erscheinen wird. Das Video ist schon mal ein Augenschmaus! Live wird das auch auf die Bühne gebracht bei folgenden Terminen, ein Besucht lohnt sicherlich:

09.06.18 Weyhe, Jugendhaus Trafo *
10.06.18 Hamburg, Astra Stube *
11.06.18 Karlsruhe, P8 *
12.06.18 Freiburg, White Rabbit *
13.06.18 Passau, Zauberberg *
14.06.18 Sankt Georgen, Fümreif *
15.06.18 München, Glockenbachwerkstatt
16.06.18 Rüsselsheim, School of Rock Festival
* mit Cadet Carter



Imprisoned
Ach, ihr wollt mehr Gitarren? Mehr Bass? Mehr Schlagzeug? Mehr Gebrüll? Ihr wollt musikalisch eins auf die Zwölf? Okay! Haben wir natürlich auch im Angebot mit Imprisoned aus Melbourne. Allein der Bandname klingt schon vertrauenswürdig und macht neugierig, wo die Musiker ihre letzten Jahre so verbracht haben. Klar, im Tonstudio! Nach ihrer LP Hard To Kill erscheint nun in ähnlich hartem Gewand die 7" Slave To Nothing. In diesem Genre der etwas aggressiveren Gangart bringt man so eine Veröffentlichung auch gern auf einem schwarz-goldenem Splattervinyl heraus. Finden wir irgendwie sympathisch. Erscheint am 22. Juni bei Isolation Records!



Oxy Music
Zuletzt müssen wir nochmal ein anderes Genre und einen alten Bekannten erwähnen. Torsun ist wieder da. Das überraschenderweise nicht mit Egotronic, sondern einer neuen Formation, die auf den Namen Oxy Music hört. Der Sound ist ein Mix aus der Art und Weise, wie er zu Beginn mit Egotronic gearbeitet hat: mit Samples. Dazu gesellen sich selbst eingespielte Gitarrenriffs und Beats und eine weitere Stimme am Mikrophon, Sina Synapse. Vier Songs sind schon online und weitere werden sich dazu gesellen. Es ist nicht so treibend wie in seiner Erstformation, nicht so hart. Die Themen sind altbekannt, aber immer wieder schön, sie vertont zu hören. Bitte sehr, bildet Euch eine Meinung:

Mittwoch, 16. Mai 2018

The Streets live in Brixton!

(sb) Hey luserlounge, Ihr faulen Säcke, Ihr wart doch kürzlich in London bei The Streets und habt großspurig angekündigt, dass Ihr was dazu schreibt! Was isn jetzt? Kommt da noch was? Erst geil machen und dann zurückziehen; hamma ja schon wieder gern, sowas! Gemach, gemach, alles wird gut. Für uns ist die Lounge ja auch nur ein Hobby und Familie, Arbeit, Uni und Urlaub gehen dann halt doch noch vor. Aber hey, jetzt ist es so weit: we proudly present unseren Bericht zum Besuch bei Mike Skinner. Oi.

Zunächst muss ich aber mal gaaaaaaaaaaaaaaanz weit ausholen, denn dieser Betriebsausflug auf die Insel war für die luserlounger ms und sb auch deswegen etwas ganz Besonderes, weil dort das tatsächlich erste persönliche Treffen der beiden stattfinden sollte - und das 13 Jahre, nachdem man sich im virtuellen Gästebuch auf der Homepage der damals noch sehr viel cooleren Sportfreunde Stiller kennenlernte. Ich weiß gar nicht mehr so genau, wie ms dann Jahre später auf die Lounge aufmerksam wurde, für die ich mittlerweile schrieb, aber es dauerte nicht lange, bis er ebenfalls Teil der Crew war und heute ist er nicht mehr wegzudenken und sorgt für einen Großteil des Contents. An dieser Stelle auch mal ein fettes Merci!

Gemeinsame musikalische Interessen waren schnell ausgemacht, die Liebe zum runden Leder sowie zum Hopfensmoothie wird ebenfalls geteilt und als dann letztes Jahr die Ankündigung erfolgte, The Streets würden Anfang 2018 einige Konzerte spielen, war klar: da müssen wir hin! Die Chance auf Karten war indes verschwindend gering, doch ms, der Wizard des F5-Drückens, hats tatsächlich durchgezogen und Tickets fürs erste der drei London-Konzerte, das wie alle anderen Auftritte der Tour innerhalb von 30 Minuten ausverkauft war, organisiert. Hammer! Vorfreude!

Die Monate vergingen, doch dann wurde es April und es konnte endlich losgehen. Wir reisten bereits einen Tag vor dem Konzert an, verbrachten den ersten Tag mit Einchecken, in diversen Pubs, mit einem entspannten Spaziergang an der Themse und abends beim Fußball im Old Spotted Dog Ground, dem ältesten Fußballplatz Londons, in dem seit 1888 gekickt wird. Einen recht viel größeren Kontrast zu den High-Tech-Arenen von Arsenal, Chelsea und West Ham kann es kaum geben, doch wir genossen das Match der 9.Liga (Hackney Wick FC - West Essex FC 1:2) umso mehr und wie oft ist man schon einer von nur sieben zahlenden Zuschauern?

Der Konzerttag wurde mit einem Besuch des Camden Lock Markets eingeläutet, es folgte ein Abstecher zur Camden Town Brewery und schließlich wurde die Berwick Street samt ihrer Plattenläden unsicher gemacht, ehe wir uns Richtung Brixton aufmachten. Nach einem Snack in einem jamaikanischen Restaurant begaben wir uns zur Academy, wo sich schön langsam die Schlange der Wartenden bildete. Wir waren aber zeitig dran, das Einlassprozedere war sehr unkompliziert und ehe wir uns versahen, waren wir drin. Und wow, was für eine geile Location! Das Ding ist zwar überdacht, mutet aber an wie ein antikes römisches oder griechisches Theater. Optisch sehr genial, vom Sound her jedoch miserabel. Bereits beim Support Act Jaykae wurde die Befürchtung genährt, dass die Soundanlage nicht im Geringsten das vermitteln würde können, was Mike Skinner und seine Musiker auf die Bühne bringen würden, es blieb aber die Hoffnung, dass alles bereits auf den Hauptact abgestimmt sein könnte. Zu Jaykae gibt es nicht so arg viel zu berichten: der Rapper aus Birmingham ist vor allem im Genre Grime zuhause, aus dem Studio klingt das auch gar ned so übel, aber live und unter diesen Umständen klang das einfach nur grausam und wir waren froh, dass sein Set nur gut 30 Minuten dauerte.

Tja, dann war Warten angesagt, die Umbaupause zog sich, die Halle füllte sich immer mehr und doch bleibt festzuhalten, dass man zu keiner Zeit das Gefühl hatte, eingequetscht zu sein. Ich sag mal so: in Deutschland hätte der ein oder andere Veranstalter noch mindestens 300 Karten mehr für die Arena verkauft. So aber konnte man relaxed der Dinge harren, die kommen sollten und dann wurde es finster in der Academy. Ein Musiker nach dem anderen betrat die Bühne und zum Schluss kam der Meister höchstpersönlich: Mike Skinner!

Sieben Jahre waren seit seiner letzten Tour und dem letzten Auftritt in London vergangen und die Rückkehr hätte nicht triumphaler ausfallen können. Vom ersten Ton an hatte Skinner die Massen in der Hand und die annähernd perfekte Songauswahl tat trotz nachwievor katastrophalem Sound ihr übriges. Die beiden ersten Alben Original Pirate Material und A Grand Don't Come For Free wurden von Mike und seiner kongenialen Band samt überragendem Backgroundsänger fast zur Gänze performed, dazu gesellten sich einige Songs aus den Nachfolgealben und mit Boys Will Be Boys, sogar einer der neuen Songs, die Skinner seit Ende 2017 in regelmäßigen Abständen auf den bekannten Streamingportalen hochgeladen hat.

Immer wieder bildeten sich quasi aus dem Nichts Moshpits, wurde die ohnehin geniale Stimmung nochmal gesteigert und lagen sich wildfremde Menschen freudetrunken in den Armen, wie man es eigentlich nur aus dem Fußballstadion kennt. Ich für meinen Teil war einfach nur glücklich, dass wir den Weg nach London auf uns genommen haben statt das Konzert in Berlin zu besuchen.

Als letzte Zugabe kam dann tatsächlich noch Fit But You Know It, das munter mit dem Arctic
Monkeys-Klassiker I Bet You Look Good On The Dancefloor gemashupt wurde und danach war Schluss. Durchgeschwitzt, klatschnass, glücklich.

Oida, da denkst Du, Du hast alles gesehen und dann steht plötzlich der beste deutsche Rapper der Welt vor Dir und ist einfach auch nur Fan. Fatoni, es war uns eine Ehre und ganz besondere Freude, Dich getroffen zu haben und wir freuen uns schon auf ein baldiges Wiedersehen auf den heimischen Bühnen.

Wer The Streets demnächst live sehen möchte, der sollte sich ordentlich sputen, denn auch die Konzerte Anfang 2019 im UK sind bereits größtenteils ausverkauft, aber vielleicht habt Ihr ja Glück und ergattert noch eins der kostbaren Tickets.

UPDATE:
Heute wurden auch die Termine für den Europa-Part der Tour bekanntgegeben; der Vorverkauf beginnt am Freitag, den 18.05. und im Idealfall sollte man sich direkt an dem Tag um Tickets kümmern.

Bild: https://www.facebook.com/TheStreets


Bild: https://www.facebook.com/TheStreets






Dienstag, 15. Mai 2018

poolbar, Du Perle Vorarlbergs!

Bild: poolbar.at

(sb) 25 Jahre poolbar-Festival, ein Vierteljahrhundert Kultur, Musik und Zelebrierung der
Lebensfreude. Was einst klein als sommerliche Sommerakademie anfing, entwickelte sich über die Jahre zu dem zentralen Anlaufpunkt aller Musikliebhaber des wunderschönen österreichischen Bundeslandes Vorarlberg, das sich vom Bodensee (Bregenz) bis ins Silvretta und den Rätikon erstreckt. Klar, das Ländle ist Urlaubsregion - und zwar nicht nur zum Skifahren, sondern auch zum Radeln, Baden und Wandern bestens geeignet. Warum also sollte mal den längst fälligen Ausflug ins Vierländereck (Österreich, Deutschland, Schweiz, Liechtenstein) nicht direkt mit dem Besuch beim poolbar in Feldkirch kombinieren, zumal die Initiatoren des Festivals auch diesmal wieder ein Line-Up vom Feinsten arrangiert haben, das sich spielend über Genregrenzen hinwegsetzt und sechs Wochen lang beste Unterhaltung garantiert.

Der international beliebte Event im Alten Hallenbad, das derzeit barrierefrei umgebaut wird, bietet über die komplette Laufzeit hinweg Kulturelles von Nischen bis Pop; das Programm reicht dabei von Konzerten renommierter Bands über Clubnächte bis hin zu Kino, Diskussionen oder dem familienfreundlichen Jazzfrühstück im Park. Die Stammlocation des Festivals, ein leer stehendes Hallenbad aus den 60er Jahren, platziert zwischen Altstadt und Waldrand, garantiert dafür ein außergewöhnliches Ambiente. Besonders angenehm fällt mir dabei seit Jahren auch das sehr freundliche Personal auf, das stets hilfsbereit mit Rat und Tat zur Stelle ist. Man merkt einfach, dass das Festival auch für die ehrenamtlichen Helfer eine Herzensangelegenheit ist, die man gerne unterstütz. Im Rahmen des poolbar-Generators, einem Labor für Festivalgestaltung, werden zudem jährlich künstlerische und gestalterische Konzepte neu entwickelt und umgesetzt.

Bild: montforthausfeldkirch.com
Dass sich namhafte österreichische und deutsche Künstler wie Bilderbuch, Wanda, Casper, Fiva, Olympique, Madsen, Texta und Kettcar hier in den vergangenen Jahren gegenseitig die Klinke in die Hand gedrückt haben, ist dabei fast schon klar, denn so ein entspanntes Ambiente und Miteinander wie in Feldkirch dürfte es im stressigen Musikbusiness wohl nicht allzu oft geben. Das hervorragende Ruf des Festivals hat sich jedoch bereits seit Jahren auch über den deutschsprachigen Raum hinaus ausgebreitet und so bietet das poolbar auch die Möglichkeit, internationale Stars im kleinen Rahmen zu erleben und ein ganz besonderes Konzerterlebnis zu genießen. Bad Religion, Calexico, Friska Viljor, Conor Oberst, die Pixies Maximo Park, Flogging Molly, William Fitzsimmons, My Bloody Valentine und Nada Surf – sie alle und noch viele mehr haben mittlerweile in Feldkirch gespielt und ihr Kommen sicherlich genauso wenig bereut wie die jährlich über 20.000 Besucher.

Highlights in diesem Jahr sind u.a. The Eels, die Antilopen Gang, Faber, Alice Merton und The Subways, aber das hängt - wie immer - natürlich vom Musikgeschmack jedes Einzlenen ab.

Bild: oeticket.com

Auch dieses Jahr wird wieder einiges geboten, eine Playlist der bestätigten Künstler findet Ihr bereits auf Spotify. Hier hier das vorläufige Line-Up, wobei die ein oder andere namhafte Ergänzung vermutlich noch folgen wird:

06.07.: The Subways + Igel vs. Shark
07.07.: Cassius
08.07.: TV-Poetry-Slam. Die 2. Tirol-Vorarlberg-Meisterschaften
10.07.: Alice Merton + Deap Vally + Dream Wife
13.07.: Goldroger + Scheibsta & Die Buben - Double-Headliner
16.07.: Eels + Bernhard Eder
16.07.: Stabat Mater, Musik-Performance-Installation, Gerald Futscher
17.07.: Ziggy Marley + Ski-Schuh-Tennis Orchestra
18.07.: Joan As Police Woman 
19.07.: Shout Out Louds + Please Madame
20.07.: 5K HD + Lex Audrey + Late Night-Headliner: Hayden James 
22.07.: Tagebuch Slam
25.07.: Fink + Bruno Major
26.07.: Antilopen Gang 
27.07.: Martin Kohlstedt
28.07.: Algiers
29.07.: White Lies
01.08.: Vintage Trouble
04.08.: Aliengesänge (Eintritt frei)
05.08.: The Brian Jonestown Massacre 
09.08.: Faber + Panda Lux
10.08.: The Wanton Bishops + Squared Timber
11.08.: Yungblud + The Crispies
12.08.: maschek
13.08.: Seasick Steve
14.08.: Beartooth

Festivalpässe, Punktekarten sowie Ticktets für die einzelnen Shows sind noch im Vorverkauf erhältlich: Knapp zwei Monate vor Festivalbeginn wurden im Vergleich zum Vorjahr bereits 20 Prozent mehr Tickets abgesetzt. Also: Haltet Euch ran und lasst Euch das poolbar 2018 nicht entgehen!


Hier noch ein paar Impressionen aus den vergangenen Jahren:






Freitag, 11. Mai 2018

KW 19, 2018: Die luserlounge selektiert!

Bild: https://www.pinterest.at
(ms/sb) Gestern war Christi Himmelfahrt. Da hatte Jesus einfach keinen Bock mehr auf den Stress auf Erden. Den letzten Zweifler, dass er tatsächlich auferstanden ist - ich glaube es war Thomas - hat er auch noch überzeugt. Also: Mission erfüllt. Wer dann ganz entspannt auf einer Wolke gen Himmel fahren kann, dem muss man aufgrund dieser Aktion schon Respekt zollen. Oder zumindest demjenigen, der die Idee für die Geschichte hatte.
Gestern war Vatertag. Klar, dem Eigenen wurde selbstredend gratuliert. Etliche andere, auch Nichtväter landeten sicher wieder volltrunken in den Gräben, Wiesen und Gärten der Republik. Am Sonntag ist dann Muttertag. Große Frage: Wie soll man die beiden Tage (heute und morgen) dazwischen am Besten gestalten? Kindertag? Wir sind auf Rückmeldungen gespannt.
Hier die passenden, neuen Soundtracks für diese Feiertage und sonst sowieso:

Kontra K
Rap ist groß und Kontra K spielt mit. Der Berliner Musiker bringt heute sein neues Album Erde & Knochen über die Bertelsmann Music Group raus (auch die Plattenfirma von Kollegah, man soll es einfach nur noch mal erwähnen). Hunger ist die erste Single aus dem Werk. Gedreht hat er das Video in mitten von von Gangs beherrschten Straßen in Los Angeles. Es klingt nach einem skurrilen Mix aus Xavier Naidoo, Culcha Candela, Marteria und Curse. Da das aber einen vernichtenden Beigeschmack hat, sollte man es mindestens ein Mal anhören, denn er geht im Sommer auf die Bühnen mit seinem neuen Material. Außerdem ist er mittlerweile Moderator fürs Boxen bei Sport1, nebenbei trainiert er talentierte Jugendliche in Berlin. Why not?!

18.05. Pouch, Sputnik Spring Break
15.06. Trier, Porta Hoch 3
19.07. Cuxhaven, Deichbrand
26.07. Singen, Hohentwielfestival
27.07. Freiburg ZMF
08.07. Dortmund, Juicy Beats
17.08. Aschaffenburg, Afrika Karibik Festival
18.08. Großpösna, Highfield
31.08. Berlin, Deutsch Poeten
13.09. Köln, Tanzbrunnen



Bar
Der Bandname klingt ja schon mal recht vielversprechend, oder? Einst waren die vier Musiker als Liquid Laughter Lounge Quartet unterwegs, heute reichen drei Buchstaben, um dem geneigten Hörer den ersten Hinweis darauf zu geben, was einen erwartet. Normalerweise läuft es ja so: Wenn wir von Rookie Records bemustert werden, können wir davon ausgehen, gleich eine ordentliche Portion Rock, Punk oder Ska auf die Ohren zu bekommen. Diesmal jedoch überspringt das Label diese Genre-Grenzen und Bar entführen uns mit ihrer Musik in eine rauchgeschwängerte Thekenatmosphäre, in der das gesprochene Wort deutlich prominenter vertreten ist als der herkömmliche Gesang. Dennoch - oder gerade deswegen - ist ihr Zweitwerk Keep Smiling, das heute veröffentlicht wird - nichts für nebenher, sondern erfordert nicht zuletzt aufgrund der bemerkenswerten Texte die Aufmerksamkeit des Hörers. Nehmt Euch die Zeit für acht ungewöhnliche, mitunter recht schwermütige, aber doch stets abwechslungsreiche Tracks und Ihr werdet nicht enttäuscht werden.


Simon Love
Der Wolf im Schafspelz! Musikalisch kommt Simon Love luftig-leicht und unschuldig daher, die Melodien gehen unverschämt einfach ins Ohr und nicht wieder raus und textlich wirft der Brite dann mit "dicks" und "fucks" um sich. Diese Diskrepanz gefällt mir außerordentlich gut und Herr Love befasst sich auf seinem zweiten Album Sincerely, S. Love x (Release: 06.07.2018, Tapete Records) nicht nur mit seinem Lieblingsthema (bei dem Name recht offensichtlich, oder?), sondern auch mit hässlichen Tattoos, Tennis und Joey Ramone.
Zum Abschluss soll der Meister selbst zu Wort kommen: "Please buy the album. My son eats like a horse and he needs new shoes." Ihr wisst, was zu tun ist.



Dead Sara
Rock. Rock. Rock.
Das Genre hat so viele Subspielarten, dass einzelne verschachtelte Zuordnungen kaum noch wirklich zu deuten sind. Doch Rockmusik im klassischen, essentiellen Sinn heißt in erster Linie starke Gitarren, wildes Schlagzeug, energetischer Gesang. Und das sind Dead Sara. Sie verkörpern die Definition von Rock. Mit ihrem Gesang erinnern sie an eine härtere Gangart von Garbage. Unamerican ist die erste Auskopplung aus der EP Temporary Things Taking Up Space, die am 8. Juni über Atlantic/Warner erscheinen wird. Zudem ist es eine unumwundene Ansage ans Weiße Haus! Finden wir erst einmal ziemlich gut!




Arctic Monkeys
Eigentlich hätte das neue Album der Herren aus Sheffield ja der große Aufhänger der Woche in der luserlounge werden sollen, aber entgegen der Erwartungen kam die Promo erst gestern, heute wird Tranquility Base Hotel & Casino bereits veröffentlicht und Ihr könnt Euch das gute Stück ohnehin auf allen gängigen Streaming-Portalen anhören. Sicherheit hin oder her - ein ausführlicher Artikel zu den Arctic Monkeys macht unter diesen Umständen leider relativ wenig Sinn für uns.
Was aber hat das Album zu bieten? Auffällig ist in erster Linie, dass die elf Songs über weite Strecken ziemlich relaxed daherkommen, das Rockerleben der Herrschaften um Alex Turner nimmt also scheinbar gerade eine Auszeit. Ob diese musikalische Wandlung nun zwingend positiv einzustufen ist, mag jeder selbst für sich entscheiden, ich (sb) persönlich bin nach den ersten beiden Durchläufen des Albums eher enttäuscht. Versteht mich nicht falsch: schlecht ist das sicher nicht, erfüllt aber keineswegs meine Erwartungen und Hoffnungen und hinkt meines Erachtens Galaxien hinter dem Vorgänger AM hinterher. Es fehlen die herausragenden Tracks á la R U Mine? und Why'd You Only Call Me When You're High? und über die gesamte Laufzeit hinweg erscheint Tranquility Base Hotel & Casino leider etwas eintönig. Schade, schade, denn die Band kann so verdammt viel mehr...


Bild: https://www.facebook.com/ArcticMonkeys/



Mittwoch, 9. Mai 2018

Über neue Pianomusik

Quelle: musaic.co.za
(ms) Das Klassik in Klassischer Musik hat oft einen störenden Beigeschmack. Es klingt muffig, verstaubt und allzu oft nach einer Musikrichtung, die Avantgarde ist oder war. Ganz klischeehaft für ältere Leute, die zu Mozart-, Bach- oder Beethoven-Interpretationen gehen. Menschen, die die Welt oder die Zeit komplett lesen und in ihrer Freizeit ungezwungen die Farbe Beige tragen.
Ja, das sind die Stereotype und Vorstellungen von Cello-Martineen und Violinen-Soirees: bieder, altbacken. Doch die Menschen, die genau diese Musik spielen sind es meistens nicht, sondern hochgradig talentierte Musiker, die es verstanden haben allein, in einem kleinen Ensemble oder einem großen Orchester den Zauber dieser alten Musik neu zu arrangieren, klingen zu lassen und die Zuhörer zum Staunen zu bringen. Doch wie bekommt man diese herrliche Energie alter Meisterwerke an die Menschen herangetragen, die das Setting schon abschreckt?

Zum Glück gibt es Martin Kohlstedt, Olafur Arnalds, Hauschka, Lambert, Nils Frahm, Grandbrothers und noch etliche mehr. Schwer zu sagen, ob denen Motivation für ihre Kunst es war oder ist, der potentiell jüngeren Zuhörerschaft ein Tor zu einer ihnen verschlossenen Welt zu eröffnen: Die des Klaviers. Ein magisches Instrument mit in der Regel 88 Tasten, die siebendreiviertel Oktaven umfangen. Nicht nur diese irre Bandbreite an Tönen, die man bedienen kann, sondern auch die Kreativität, die diese erzeugen, kann zum Staunen erregen.
Genau diese Gabe beherrschen die oben aufgeführten Künstler in Perfektion. Sie spielen in den großen Philharmonien, auf Festivals und in Kirchen. Die meisten ihrer Auftritte sind restlos ausverkauft und das auch weit von ihrer jeweiligen Heimat entfernt.

Woran liegt dieser enorme Erfolg der Musikrichtung, die man im weitesten Sinne Neoklassik nennt?
Innerhalb dieses Genres sind die einzelnen Spielrichtungen doch sehr verschieden. Alle arbeiten mit dem Klavier. Das ist das verbindende Element. Was sie daraus machen, geht von sphärisch-ruhiger Nachdenkmusik (Olafur Arnalds) bis hin zu tanzbaren Beats (Grandbrothers). Was auch alle gemeinsam machen ist eine der größten Herausforderungen, die das Musizieren an sich überhaupt bietet. Und das schreibt jemand, der jahrelang Saxophonunterricht genommen hat: Die Improvisation. Ja, kann man denken, dann spielt man einfach, was man will. Okay, das stimmt schon, aber das ist nur die halbe Miete. Oder nicht mal das. Denn die Herausforderung der Improvisation ist, dass der Zuhörer in den Bann gerissen werden muss, er darf nicht den Eindruck bekommen, dass der Musikus nicht weiß, was als nächstes kommt; es muss einen groben Plan, eine nebulöse Richtung geben. Wenn das im Raum schwebt, kommen die Töne von ganz allein.
Hinzu kommt, dass es für die Zuhörer und die Musikanten ein Erlebnis mit Einzigartigkeitscharakter hat. Es sind kreative Geburten, die in die Welt hinaus gelassen werden und sich dann in der Luft verflüchtigen. Sie kommen nicht wieder, bleiben einzig und allein im Ohr der Anwesenden. Diesen faszinierenden Moment kann auch ein Ton- oder Videomitschnitt nicht ersetzen.
Möglicherweise ist es die Sehnsucht nach dem Beisein von Einzigartigem und neu Geschaffenem live. Oder einfach dem schieren Glanz, den diese Musik ausstrahlt. Er ist packend. Auch in den enorm ruhigen, leisen Momenten. Vielleicht gerade dann, wenn die Spannung in der Luft anfängt zu vibrieren. Dann fängt das Staunen an!











Freitag, 4. Mai 2018

KW 18, 2018: Die luserlounge selektiert!

zyr19960414canad.wordpress.com
(ms) Und, was habt Ihr am ersten Mai gemacht? Komplett den ganzen Tag im Bett gelegen, weil der Tanz in den Mai zu lang und intensiv war? Oder an diesem mäßig sonnigen Tag (zumindest in Westfalen) ab Mittag draußen herum gehangen und viel Bier genossen? Ja, ab einem gewissen Alter muss man sich für eines von beidem entscheiden: Entweder reintanzen oder durchsaufen. Man kann es auf diese einfache Rechnung herunter brechen. Oder halt wach bleiben. Dann jedoch ist spätestens der Mittwoch ziemlich im Eimer. Egal, wie man es dreht und wendet, irgendwo wird gelitten.
Man kann dem hedonistischen Leben natürlich auch komplett entsagen und daheim bleiben. Oder Steine schmeißen gehen. Oder demonstrieren. Man kann auch Gartenarbeiten verrichten. Ach, es gibt so unendlich viele Möglichkeiten, wie man einen freien Tag verbringen kann, kaum zu glauben. Gut, dass in den kommenden Wochen noch der ein oder andere kommt (Himmelfahrt, Pfingsten, Fronleichnam). Hier gibt's Songs, die dann aus den Boxen strömen sollten:

Welshly Arms
In manchen Körpern und Köpfen möchte man ja aus den unterschiedlichsten Gründen gar nicht stecken. Zum Beispiel in denen von Welshly Arms, die mit Legendary einfach einen riesigen Hit hingelegt haben. Wie soll man da nachlegen, ohne zu weit aufzudrehen oder komplett unterzugehen?! Niemand von denen will sicher mit dem einen Song in zwanzig Jahren Baumärkte eröffnen. Müssen sie auch nicht. Denn Sanctuary und Indestructible sind die beiden starken Ankündigungen für den Langspieler: Am 25. Mai erscheint No Place Is Home üebr Universal Music. Klar, es ist großer Pop, aber er lockert gewaltig auf und macht Freude:



ANNE.FUER.SICH
Wofür ist Bremen noch gleich bekannt? Der Roland, klar. Die Stadtmusikanten, okay. Ein Erstligafußballverein, logisch. Die Heimat von Jan Böhmermann, ahja. Und Teile von Sven Regeners Herr Lehmann-Romanen spielen auch dort. Und nun merkt euch bitte den Bandnamen ANNE.FUER.SICH. Ja, in Majuskeln und mit ausgeschriebenem Umlaut. Sie machen Gitarrenrockmusik, in dem abwechselnd gebrüllt und gesprochen wird, super Mischung, die extreme Lust auf Sommer und Festivals macht. Seit zwei Jahren gibt es die Band und sie klingen wesentlich erfahrener. Heute erscheint das selbstbetitelte Album und Runter Vom Dach ist eine wirklich gelungene Auskopplung, bitte sehr:

04.05.2018 Bremen − Record Release Party (Zollkantine)
05.05.2018 Bremervörde − Rockstadl (Industriehalle)
15.06.2018 Weyhe − Aufmucken Gegen Rechts
30.06.-01.07.2018 Schwedt an der Oder − P.O.T.Y. Festival
28.07.2018 Goldenstedt − Afdreiht Un Buten Festival
25.08.2018 Stuhr − S.O.A. Festival



Det Skandaløse Orkester
Ab und an bekommen wir elektronische Post aus Norwegen von einem tollen Label, die mit Punkrock, Hardcore und einfach sehr vernünftiger Rockmusik im Allgemeinen aufzutrumpfen wissen: Apollon Records. Nun gibt es am 1. Juni ein Re-Release der Gruppe Det Skandaløse Orkester. Die vielköpfige Band aus Bergen hat No Er Det Skandale Igjen vor vier Jahren veröffentlicht und nun ist der Erstling wieder zu haben. Ein bisschen bekloppt ist das schon, insbesondere wenn man sich das Video zu Superonanisten anschaut, wobei: Der Titel des Liedes sagt ja schon alles. Sie scheinen dennoch herausragende Musiker zu sein, auch wenn sie bei YouTube unter tausend Views pro Video haben. Knorkator in norwegischem Jazz? Wer weiß?! Lasst Euch überraschen:



Sedlmeir
Wenn eine Band dem Genre Hard-Schlager zugeordnet wird, dann werden meine Augen zumindest richtig groß. Das macht neugierig, weil es irgendwie trashig und faszinierend klingt. Hat also die Möglichkeit Stimmung zu erzeugen: Sedlmeir. Aus seinem aktuellen Abum Fluchtpunkt Risiko, das im letzten Oktober erschienen ist, gibt es nun eine neue Singleauskopplung samt Video: Ein guter Tag zum Stehen. Worin es da genau geht, solltet ihr am besten selbst erhören. Der Sound ist eher melancholisch-dramatisch, umso mehr muss man auf den Text hören. Kann man sich auch bald hier live geben:

03.05.18 Zeil am Main, Mambo-Bar
04.05.18 Bonn, Bla
05.05.18 Kassel, Goldgrube
10.05.18 Berlin, Zukunft am Ostkreuz (mit Ahne)
11.05.18 Kiel, Alte Mu
12.05.18 Bremerhaven, Albertshuus
25.05.18 Hannover, Faust / Mephisto
26.05.18 Kaiserslautern, Salon Schmitt
09.06.18 Ditzingen, Jugendhaus
10.06.18 Stuttgart, Die Bar
15.06.18 Rüsselsheim, School Of Rock Festival
22.06.18 Emden, Grusy
01.09.18 Oberpöbel, Krach am Bach
07.09.18 Viechtach, Spital
20.09.18 Hamburg, Damensalon
27.09.18 Tübingen, Münze 13
29.09.18 Helmbrechts, Filmwerk
19.10.18 Hannover, Galeria Lunar
20.10.18 Halberstadt, Papermoon
29.11.18 Karlsruhe, Kohl
01.12.18 Freiburg, Slow Club